Geschichte

Zur Geschichte der Loge Ver Sacrum

Die Freimaurerloge „Ver Sacrum“ besteht als selbstständige „gerechte und vollkommene“ Loge seit dem Jahre 1955. Im Oktober 2005 konnte sie ihr 50. Stiftungsfest feiern. Ursprünglich entstanden ist die Loge als Deputationsloge der Kölner Loge „Zum Ewigen Dom“. Das in Namen und Auftrag der damals bestehenden Landesgroßloge Nordrhein-Westfalen seitens der Mutterloge erteilte Konstitutionspatent trägt das Datum des 9. Mai 1949. Am 26. Juni des gleichen Jahres wurde durch den stellvertretenden Landesgroßmeister, Br. Otto Schulze, das maurerische Licht eingebracht. Erster Meister vom Stuhl war der Kölner Facharzt für Orthopädie Dr. Alfred Habicht, ein menschlich wie fachlich hochgeschätzter Mediziner. Große Unterstüt-zung fanden die Gründer-Brüder der Loge bei Dr. Theodor Vogel, dem ersten Großmeister der deutschen Freimaurer nach dem Zweiten Weltkrieg, der von der Idee des „Ver Sacrum“, des Neuaufbruchs der Jungen, begeistert war. Dr. Rudolf Jardon, Schriftsteller und Journalist in Köln, war der geis-tige Kopf und rituelle Architekt der neuen Loge.

Die Loge „Ver Sacrum“ ist seit ihrer Gründung Mitgliedsloge der heutigen „Großloge der Alten, Freien und Angenommenen Maurer von Deutschland“ (GL AFuAM), die wiederum den „Vereinigten Grosslogen von Deutschland – Bruderschaft der Freimaurer“ (VGLvD) angehört. Im Rahmen der VGLvD trägt die Loge die Matrikelnummer 797. Die Mitgliederzahl der Loge beläuft sich gegenwärtig auf knapp 60 Brüder. Menschen vieler unterschiedlicher Berufe, Altersgruppen, Nationalitäten sowie politischer weltanschaulich-religiöser sind in ihr vertreten. Damit soll einem alten Auftrag der Freimaurerei entsprochen werden: Menschen in Freundschaft zusammenzuführen, die sich sonst nie begegnet werden.

Von Anfang an war das Bestreben der Loge, junge und jung gebliebene Menschen in eine zukunftsorientierte Freimaurerei einzubinden. Dies verdeutlicht auch der gewählte lateinische Logenname (in deutscher Übersetzung „Heiliger Frühling“), der auf eine altrömische Legende verweist: Eine Stadt wird von tödlichem Un-heil bedroht. Um verschont zu werden, versprechen die Einwohner, den Göttern die nächste Generation junger Menschen zu opfern. Die Götter verzichten auf dieses Opfer, verpflichten aber die Jugend der Stadt zum Aufbruch aus den alten Mauern und zur Errichtung einer neuen Stadt. Wie viele Gestaltungsvorschläge für die neue Loge geht auch der Name „Ver Sacrum“ auf Dr. Rudolf Jardon als den großen Anreger der Bauhütte zurück. Er orientierte sich bei Wahl des Namens „Ver Sacrum“ auch an der gleichnamigen Zeitschrift der Wiener Sezession, einer Vereinigung von Künstlern, die – wie die junge Loge – eigene und zugleich neue Wege gehen wollte. Auch die Gestaltung des Logenbijous weist mit ihrem eleganten Jugenstildesign auf den Wiener Anstoß hin.

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